Nord-Trøndelag – Natur und Kultur

Landschaft

Nord-Trøndelag hat eine Vielfalt an Landschaften zu bieten. Da gibt es die Küste mit ihrer Schärenlandschaft, Fjorde, Berge, Seen und weitläufige Nationalparks.

Städte

Die Hauptstadt von Nord-Trøndelag heißt Steinkjer. Weitere interessante Städte sind die Wikingerstadt Stjørdal, Levanger, die Stadt des Müßiggangs, und Namsos.

Sehenswertes

Das Museum Norveg beschäftigt sich mit dem Thema Küste. Der Wildpark von Namsskogan ist etwas für Familien, der goldene Umweg perfekt für Gourmets.

Wohin bei einem Urlaub in Nord-Trøndelag?

Steinkjer · Stjørdal · Levanger · Namsos · Genussstraßen

Karte_Mittelnorwegen_Nord-Trøndelag

Wikingervergangenheit

Nord-Trøndelag heißt die nördliche Provinz von Mittelnorwegen. Sie grenzt im Westen an das Meer und kann mit einer wundervollen Schärenlandschaft aufwarten. Die Gegend wurde schon zu Wikingerzeiten sehr geschätzt und als Siedlungsgebiet genutzt. Zahlreiche Felszeichnungen erzählen davon. Die Malereien sind beliebte Sehenswürdikgeiten. Vor allem in Stjørdal finden sie sich an Steinwänden. Mehr Malereien als hier findet man nirgends in Nordeuropa. Schiffe, Menschen, Pferde, Fußspuren, Sonnensymbole, und einfache Figuren lassen die Wikingerzeit erneut aufleben.

Steinkjer

In der heutigen Hauptstadt Steinkjer soll ein großer Hafen- und Handelsplatz gelegen haben. Damals war der Meeresspiegel wohl ein paar Meter höher als heute und Steinkjer lag direkt an der Mündung eines Flusses. Heute öffnet es sich zum Beitstadfjord und ist ringsherum von Bergen umgeben. Die Landschaft ist wunderschön und ka

Steinzeichnungen

Steinzeichnungen

nn bestens erwandert werden. Dabei lernt man nebenher einiges über die Geschichte dank der vielen Denkmäler.

Mitte des 19. Jahrhunderts erlangte Steinkjer den Status einer Stadt. Von ihrem damaligen Straßenbild ist allerdings nicht viel übrig geblieben, denn die Gebäude fielen einem großen Feuer zum Opfer und 1940 dann den Bomben. Die nachfolgenden Häuser baute man im schlichten Stil des Funktionalismus. Heute ist diese Architektur kulturhistorisch interessant und man kann sie beispielsweise beim Gemeindezentrum bewundern.

Einkaufen gehen die Einheimischen etwas außerhalb des Zentrums, in Sørsileiret, denn hier gibt es diverse Shopping Center mit allem, was man benötigt. Hübsche kleine Läden und Cafés findet man dagegen in der Altstadt.

Stjørdal

Wer mit dem Flugzeug nach Norwegen reist, kennt vielleicht auch die Kommune Stjørdal, denn auf ihrem Gebiet liegt der drittgrößte Flughafen Norwegens, der Flughafen Trondheim. Stjørdal liegt am Trondheimsfjord und an der Mündung des Flusses Stjørdalselva. Sehenswert ist hier die Festung Steinviksholen. Sie erinnert an den letzten Erzbischof von Norwegen, Olav Engelbrektsson. Der versuchte sich bis zuletzt gegen die Reformation zu stellen. Steinviksholen war sein Verwaltungssitz und Zufluchtsort. Die Festung Hegra dagegen spielte eine Rolle, als Deutschland unter Hitler Norwegen angriff. Obwohl die Festung eher für einen Angriff aus Schweden ausgerichtet und damit nicht dienlich für eine Verteidigung gegen Deutschland war, hielt sie den Attacken stand. Sie gilt daher als Symbol des Widerstandes.

Levanger


In Levanger spürt man die Wikingervergangenheit sehr deutlich. Das heutige Stadtbild erinnert an die Zeit, als hier der große Marktplatz für Bauern seinen Platz hatte. Heute belebt regelmäßig ein anderer Rummel die Stadt: Ein Jahrmarkt macht im Frühjahr und im Sommer die Stadt zum Ausgehziel der Umgebung. Besonders beliebt ist dabei der Fackelzug, dem sich tausende Menschen anschließen und an mittelalterliche Zeiten erinnern.

Levanger hält viel an seinen historisch gewachsenen Werten fest. Entsprechend hat sich die Stadt dem Müßiggang verpflichtet. In Zeiten, in denen Hektik die Menschen krank macht, hat diese norwegische Stadt erkannt, dass Ruhe und Bedacht für eine hohe Lebensqualität dringend vonnöten sind. Entsprechend nimmt Levanger an Cittàslow teil, einem Programm zur Entschleunigung. Zentrales Ziel ist, die individuelle Persönlichkeit einer Stadt zu erhalten und nicht die typischen Fastfood-Läden und amerikanischen Franchiseunternehmen Oberhand gewinnen zu lassen.

Namsos

Die Hafenstadt Namsos ist perfekt für alle, die Angel-Urlaub machen möchten. Im Westen erstreckt sich der schöne Namsfjorden, im Osten fließt der lachsreiche Fluss Namsen. Die Inseln der Umgebung – Otterøya, Elvalandet, Hoddoya und mehr – laden ebenfalls zu Aktivitäten am Wasser ein. Und im Osten ziehen sich Wälder über Täler und Berge. Schnell wird klar: Namsos ist landschaftlich einfach eine Wucht.


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Kulturell kommt man hier aber ebenfalls auf seine Kosten. Im Namsos Kulturhus zeigen norwegische und internationale Künstler ihre Werke. Die Stadt nimmt außerdem bei „Fotefar mot nord“ teil, einem Programm, das die Geschichte der Region thematisiert. Und am Rande von Namsos liegt das Namdalsmuseet, ein Freilichtmuseum mit Gebäuden aus dem 18. Jahrhundert und tollen Angeboten für Familien mit Kindern.
Einkaufen kann man bestens im gigantischen Namsos Storsenter, einem Einkaufszentrum mit Geschäften über mehrere Etagen.

Noch ein besonderer Tipp: Statten Sie dem Schwimmbad Oasen einen Besuch ab. Nirgends in Nordeuropa findet man eine größere Badeanstalt mitten in den Bergen.

Der goldene Umweg

Eine wirklich ganz besonders tolle Ausflugsmöglichkeit ist der goldene Umweg (oder Den Gyldne Omvei, wie er auf norwegisch heißt). Für diese Route mitten durch Trøndelag haben sich verschiedene lokale Anbieter zusammengetan, um Besuchern eine tolle Zeit zu bieten. Sie finden eine Kunstgalerie, einen kleinen Skulpturenpark, Töpfereien, Handwerksprodukte und regionale, selbstgemachte Delikatessen. Die Broschüre zum goldenen Umweg gibt es online auf der Website.


Ferienhäuser in Mittelnorwegen

Titelbild Quelle: Terje Rakke/Nordic life – Visitnorway.com