Nordland – Wale zum Greifen nah

Landschaft

Die Landschaft ist vom Meer geprägt. Zerklüftete Küste, zahlreiche Inseln und eine reine Natur mit außergewöhnlicher Tierwelt.

Städte

Bodø ist die Haupstadt, das Fischerdorf Andenes die Zentrale der Walsafaris. Sonst verteilen sich die Bewohner auf einige kleinere Ortschaften.

Sehenswertes

Die Lofoten sind eine Sehenswürdigkeit für sich, der Saltstraumen ist der größte Gezeitenstrom, und überall gibt es Skulpturen zu sehen.

Wofür ist Nordland bekannt?

Natur · Vega Archipel · Bodø · Saltstraumen · Lofoten · Vesterålen · Walsafaris · Mo i Rana · Skulpturenpark · Fußspuren


Nordnorwegen Nordland

Nordland: geprägt von der Natur

Die Natur spielt eine große Rolle in Nordland. Die zerklüftete Küste bestimmt das Landschaftsbild und beeindruckt Urlauber zutiefst. Aktivurlauber kommen in dieser großartigen Natur definitiv auf ihre Kosten: Wandern, Fahrradfahren, Reiten, Angeln, Tauchen, Surfen und vieles mehr lässt sich hier hervorragend betreiben. Aber nicht nur die Landschaft der norwegischen Provinz begeistert, auch in die Tierwelt erhält man bei einem Urlaub in Nordland faszinierende Einblicke. Auf speziell organisierten Safaris kann man Wale sehen, Seeadler und Robben beobachten.

Vega-Archipel: Vögel und Inseln

Zum Vega-Archipel reisen zum Beispiel begeisterte Vogelbeobachter. Die Ornitologen finden auf den tausenden Inseln, Schären und Holmen eine reiche Vogelwelt vor, die von den Bewohnern respektiert und geschützt wird. Dieses vorbildliche Zusammenleben wurde auch schon von der UNESCO anerkannt und zum Welterbe erklärt. Sie können Vega mit Reiseführern oder auf eigene Faust erkunden. Achten Sie immer darauf, dass Sie besonders rücksichtsvoll mit Tieren und Natur umgehen.

Eine gute Möglichkeit, Vega kennenzulernen, ist der Wanderweg in Middagskarheia. Dieser Wanderweg folgt den Spuren der Steinzeit in Vega. Informationstafel leiten Sie und erzählen interessante Details zu den einzelnen Stationen. Mehr Infos, allerdings auf Englisch, finden Sie auf der Website der Kommune Vega.

 

Bodø: Haupstadt Nordlands

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Die Hurtigruten führt nach Bodø

Bodø ist die Hauptstadt von Nordland und die größte Stadt der Provinz. Hier liegt ein Hafen der Schifffahrtstrecke Hurtigruten und die Endstation der Nordlandsbahn, der wunderschönen Eisenbahnstrecke im Norden Norwegens. Bodø ist also gut zu erreichen.

Zu Bodø gehört der Archipel Væran – ein ganz wunderbares Ausflugsziel für einen oder mehrere Tage. Sie gelangen dorthin mit kleineren Booten, die an verschiedenen Stationen Halt machen. Zum Fahrplan des Schnellboots

Bodø ist außerdem der Ausgangspunkt, von dem Sie zu einer sehr beliebten Sehenswürdigkeit aufbrechen können, dem Saltstraumen.

Der Saltstraumen: weltgrößter Gezeitenstrom


Letztendlich ist ein Fjord ja auch nur ein Meeresarm, der weit ins Festland hineinreicht. Und wie wir alle wissen, durchläuft das Meer so seine Gezeiten. Dabei kommt es zu Strömungen, die vor allem für Angler interessant sind. Denn wo sich das Wasser bewegt, tummeln sich Fische gern. Unter Anglern ist Nordland darum sehr beliebt. Schließlich findet sich hier die stärkste Gezeitenströmung der Welt: der Saltstraumen.

Der Saltstraumen liegt in der Nähe von Bodø und ist auch für alle, die nicht angeln, ein lohnendes Ausflugsziel. Seine Naturgewalt ist beeindruckend und die Umgebung wunderbar geeignet für Wanderungen, Rafting und Bootsfahrten. Sogar Tauchen wird hier angeboten.

Aber Vorsicht bei allen Aktivitäten rund um den Saltstraumen! Die 400 Millionen Kubikmeter Wasser, die täglich viermal hin und her strömen, besitzen eine unglaubliche Kraft, die Sie nicht unterschätzen sollten. Tragen Sie bei Aktivitäten rund ums Wasser stets eine Rettungsweste! Eine tolle Aussicht auf den Gezeitenstrom bekommen Sie übrigens von der Brücke der Küstenstraße Rv17.

Lofoten: schroffe Natur und Nordlichter

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Die zerklüftete Landschaft der Lofoten

Die Lofoten sind eines der beliebtesten Ferienziele der Welt. Achtzig Inseln gehören zu dieser Inselgruppe. Sie beeindrucken vor allem mit ihrer schroffen Natur: Ringsherum Wasser, das sich mit Kraft durch die einzelnen Inseln presst und wilde Strömungen bildet, und zu Lande Wiesen, Berge, Bäume und Sandstrände. Die Lofoten sind das perfekte Ziel für Aktivurlauber. Hier kann man Wandern, Fahrradfahren Angeln, Kajakfahren – und sogar Surfen.

Die Lofoten-Inseln gelten zudem als hervorragender Standort, um Nordlichter beobachten. In Laukvik wurde ihnen sogar ein Polarlichtzentrum gewidmet. Hier haben Sie die Möglichkeit, an einem geführten Nachtspaziergang teilzunehmen. Außerdem gibt es Tipps, wie das Naturspektakel fotografiert werden kann.

Die größeren Inseln heißen Austvågøy, Skrova, Gimsøy, Vestvågøy, Flakstadøy und Moskenesøy. Auf Austvågøy liegt die einzige Stadt der Lofoten, Solvær. Skovra hat eine lange Vergangenheit als Fischerdorf hinter sich und betreibt nun eine regelrechte Fischindustrie mit Lachsen und Forellen. Gimsøy hat – anders als alle anderen Inseln – eine flache Torfmoorlandschaft. Seit zwanzig Jahren steht die Insel nun unter Naturschutz. Vestvågøy ist die bevölkerungsreichste Kommune der Lofoten. Sehenswert ist hier auch die Busknes Kirche, eine Stabkirche von 1905. Flakstadøy wird durch ein riesiges Gebirgsmassiv in drei Teile geteilt. Hier finden Sie auch wunderschöne Sandstrände. Moskenesøy liegt wunderschön am Vestfjord.

Vesterålen: genauso gut wie die Lofoten

Die Inselgruppe Vesterålen ist etwas unbekannter als die Lofoten. Zu Unrecht! Sie liegt zwar auf der selben Höhe wie Grönland und Island, hat aber entspanntere Temperaturen. Grund ist der Golfstrom. Auf den Vesterålen kann man im Winter die Polarnacht und im Sommer die Mitternachtssonne erleben. Und darüber hinaus gibt es noch viel mehr zu entdecken: Überall auf der Insel finden Sie Wege für Wanderer und Fahrradfahrer, Wassersportler können auf dem Meer Paddeln und unter Wasser tauchen, Sie können Golf spielen, Klettern und Angeln.

Auf Vesterålen wird einem niemals langweilig. Eine tolle Sehenswürdigkeit ist auch der malerische Fischerort Nyksund mit seinen bunten Häuschen in der schmalen Bucht. Nyksund ist ein wirklich kleiner Ort. Nur eine Handvoll Menschen leben aktuell hier. Dass überhaupt noch jemand im Ort wohnt, ist einem deutschen Sozialpädagogen zu verdanken, der den Ort verlassen vorfand und ihn engagiert wieder zum Leben erweckte. Die ganze spannende Geschichte rund um Nyksund können Sie online nachlesen.

Von Nyksund aus startet der Königinnenweg, ein 15 Kilometer langer Wanderweg, der über Küste und Berge führt. Sie sollten nicht zum ersten Mal wandern, wenn Sie diesen Weg in Angriff nehmen. Ebenfalls für Wanderer hervorzuheben ist die wunderschöne Strecke entlang der Küste zwischen Straumsjøen und Spjelkvågen – bei der Touristeninformation in Sortland gibt es eine Karte.

Aber auch Musikfans können auf Vesterålen etwas erleben: Festivals wie zum Beispiel das Blablafestivalen oder der Bleiksdagan sind unterhaltsam und machen Vesterålen zu einem sympathischen Urlaubsziel.

 

Andenes: Walsafaris

Walsafaris in Andenes

Walsafaris in Andenes

Der Ort Andenes auf Vesterålen ist vor allem für seine Walsafaris bekannt. War man früher auf Walfang spezialisiert, entdeckte man glücklicherweise irgendwann, dass ein noch größeres Interesse an der Beobachtung der Tiere bestand. Der Grund für die Spezialisierung auf Wale liegt in einer geographischen Besonderheit: Anstatt sanft auszulaufen, fällt der Meeresboden bereits in unmittelbarer Nähe zum Festland tausende Meter ab. Weitere Sehenswürdigkeiten in Andenes sind: der Leuchtturm Andenes Fyr, das Polarmuseum, die Raketenstation Andøya.

 

Mo i Rana

Die Stadt Mo i Rana in Nordland ist ein die drittgrößte Stadt in Nordnorwegen. Die kleine Industriestadt ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge. Beispielsweise lohnt sich ein Besuch des Gletschers Svartisen. Wenn Sie über den Gletschersee fahren, kommen Sie direkt zur Gletscherzunge. Eine weitere tolle Sehenswürdigkeit in der Umgebung von Mo i Rana ist die Grønligrotta. Diese Höhle ist beleuchtet und kann zum Teil von Touristen betreten werden. Ein weiteres Ausflugsziel ist der Berg Mjofell. Von hier aus hat man einen tollen Überblick über die Stadt.

Kultur in Nordland

Eine Fußspur im Norden

Eine Fußspur im Norden

Eigentlich würde man vermuten, dass Nordland hauptsächlich durch die Natur geprägt ist und wenig an Kultur zu bieten hat. Die Einwohnerdichte ist sehr niedrig – da lohnt ein Museum weniger als in den bevölkerungsreicheren Regionen. Tatsächlich wurde von Politikern irgendwann der Missstand bemängelt, es gäbe nicht ein Kunstmuseum für die 35 Gemeinden in Nordland. Man wollte nicht länger auf diese Form der geistigen Bereicherung verzichten und berief Verantwortliche und Experten zusammen, um darüber zu beratschlagen. Die Künstlerin Anne Karine Dolven hatte schließlich die Idee, dass jede Gemeinde eine eigene Skulptur bekommen solle. Und so wurde ein Projekt in die Tat umgesetzt, das nicht reicher an kulturellem Wert sein könnte: die Skulpturenlandschaft.

Skulpturenpark

Die Skulpturenlandschaft ermöglicht den kleinen Gemeinden in Nordland ohne Museum den Zugang zu Kunst und Kultur. 33 Kunstwerke von 33 Künstlern können hier in freier Natur erlebt werden. Sie halten jeder Witterung stand und können zu jeder Zeit begutachtet werden. Eine Übersicht erhält man online. Zur Website der Skulpturenlandschaft.

Fußspuren im Norden

Fußspuren im Norden oder Fotefar mot nord ist ein Projekt, bei dem die Geschichte Nordnorwegens aufgearbeitet wird. Kulturstätten, Ruinen, Überbleibsel aus früheren Zeiten werden den Besuchern mithilfe von Infotafeln erklärt und in einen Gesamtzusammenhang gesetzt. Alle teilnehmenden Gemeinden findet man auf der Website (Infos auf Englisch).


Ferienhäuser in Nordnorwegen

Titelbild Quelle: CH – Visitnorway.com