Oslo – Die „Haupstadt mit vier Buchstaben“

Viele kennen Oslo nur aus dem Kreuzworträtsel. Wer einmal in der norwegischen Metropole war, weiß: Es lohnt sich, sie näher kennen zu lernen.

Mit rund einer halben Million Einwohner ist Oslo, verglichen mit anderen europäischen Hauptstädten eine kleine Metropole. Gleichzeitig erstreckt sich Oslo auf 450 Quadratkilometer, das macht sie flächenmäßig zu den größten.

  • Oslo City, Fläche total: 454 km²
  • Einwohner 2012: Oslo City 613 000, Ballungsraum Oslo 912 000 (Norwegen ca. 5,0 Mio.)
  • Wenn Sie Norwegen besuchen, dann sind Sie zu Gast bei einer Polarnation. Mehr als 40% Norwegens liegt nördlich des Polarkreises. Im Norden gehören die Inselgruppen Svalbard, Bjørnøya und Jan Mayen zum norwegischen Territorium. Im Süden erstreckt sich Norwegen auf insgesamt 2 Millionen km².
  • Anzahl Inseln im Oslofjord: 40
  • Anzahl Seen in und um Oslo: 343
  • Länge des Oslofjords: 100 km

Oslo, Christiania oder Kristiania? Die verschiedenen Namen, die Norwegens Hauptstadt in ihrer Geschichte bereits getragen hat, können leicht verwirren. Der ursprüngliche Name ist tatsächlich Oslo, die erste Bebauung lag unterhalb von Ekeberg, auf der östlichen Seite der Bjørvika Bucht. Um 1300 zählte Oslo rund 3000 Einwohner. Die Stadt war der Königssitz von Håkon V. (1299-1319), der den Bau der Akersborg, der späteren Festung Akershus veranlasste.

Nach einem verheerenden Brand 1624 entschied Christian IV., dass die Siedlung rund um die Festung Akershus wieder aufgebaut werden und den Namen Christiania tragen sollte. Ab 1877 schrieben die Norweger den Namen dann mit „K“. Erst 1925 bekam die Stadt ihren ursprünglichen Namen Oslo zurück.

Von 1380 an war Norwegen in Union mit Dänemark. In Folge der Napoleonischen Kriege musste Dänemark, das auf der Seite Napoleons gekämpft und als Verlierer aus den Kriegen hervor gegangen war, 1814 seine Provinz Norwegen an den schwedischen König Karl Johan abtreten. In diesem Jahr bekam Norwegen am 17. Mai seine eigene Verfassung und Christiania wurde die Hauptstadt Norwegens.

Tipp: Im heutigen Stadtteil Gamlebyen finden sich Zeugnisse des mittelalterlichen Oslos in Form von Ruinen und Teilen alter Gebäude. Hier steht auch Ladegårdens Middelalderkontor, das über die Mittelalterstadt informiert und geführte Touren anbietet.

Auf Grund des Golfstromes, der milde Luft- und Wassermassen vom Golf von Mexico in den Atlantik führt,  ist das Klima in Oslo milder, als es dem nördlichen Breitengrad entsprechen würde. Das macht die Stadt im Winter wie im Sommer für Besuche interessant.

„De fleste nordmenn synger i dusjen. Syng med da vel“, prangt es in dicken Lettern auf einem Aufkleber im Badezimmer. „Die meisten Norweger singen unter der Dusche, singen Sie doch mit“. Wer sein Ferienhaus in Norwegen für ein paar Tage gegen ein Hotelzimmer in Oslo tauscht, könnte im Bad durchaus auf diesen Hinweis stoßen.

Die Bewohner Oslos pflegen eben einen unmittelbaren, aber auch sehr entspannten Humor, weiß auch Mathilde vom Touristenbüro der Stadt. Spätestens während der Live-Übertragung des Eurovision Song Contests 2010 konnte sich davon ein Millionen-Publikum überzeugen. Die Vorstellung, dass morgens Millionen Norweger samt ihrer Urlaubsgäste singend unter der Dusche stehen, müsste tatsächlich auch eingefleischten Morgenmuffeln ein Lächeln abringen.

Oslo ist eine Stadt für den zweiten Blick. Im Hafen begrüßt ein unscheinbarer großer Kasten die auf dem Wasserweg anreisenden Besucher. Dass es sich dabei um das Rathaus handelt, vermutet zunächst niemand. Noch weniger, dass in diesem Gebäude jedes Jahr der Friedensnobelpreis verliehen wird. Gigantische Wolkenkratzer hat die Stadt gar nicht nötig. „Sie leuchtet von innen“, sind sich Oslo-Kenner einig.

Eine Stadt zum Abheben

Badeurlaub in Norwegen? Geht auch!

Ein Sprung ins kühle Nass: Freibad in Oslo

Und tatsächlich: Oslo zieht sich am Fjord entlang, ein Bild in rot und weiß, sie glitzert, schimmert, blinkt. In ihrem Rücken geht es sehr grün weiter, die bewaldeten Hügel und Berge der Umgebung sind ein Paradies für Menschen, die sich gern in der Natur aufhalten. Aber auch wer sich im Zentrum befindet, hat es niemals weit bis zum nächsten Park. Natürlich bietet Oslo auch alles, was man von einer Großstadt erwarten kann: Museen, Denkmäler, Einkaufsmöglichkeiten und, ja auch viele gute Restaurants. In Oslo kann man hervorragend essen, vom Italiener an der Ecke bis zum noblen Fischhaus ist alles zu finden. Die Anzahl von Gaststätten mit Michelinstern ist nicht geringer als in anderen Metropolen.

Womit aber beginnen? In welcher anderen Hauptstadt kann man innerhalb der Stadtgrenzen Skilaufen, Kajakfahren oder sich an einem Inselstrand vergnügen? Einen guten Überblick liefert Ihnen der Besuch der Sprunganlage am Berghang des Holmenkollen, bekannt als die älteste der Welt, die von fast jedem Punkt der Stadt zu sehen ist – und von der man wiederum einen fantastischen Blick auf Oslo hat. 417 Meter über dem Meeresspiegel sieht Norwegens Hauptstadt besonders einladen aus – also, springen Sie rein!

Stadtführungen durch Oslo

Der Hop-on-hop-off-Bus fährt an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbei. Sie können an jeder Haltestelle aussteigen und einsteigen. Mehr Infos auf der Website des Hop-on-hop-off-Busses.  Kosten: 250 NOK pro Person

Das Hop-on-hop-off-Boot schippert gemütlich übers Wasser und führt Sie zu den größten Sehenswürdigkeiten. Weniger Stationen als beim Bus, aber herrliche Aussichten. Mehr Infos auf der Website des Hop-on-hop-off-Bootes. Kosten: 185 NOK pro Person

Leihen Sie sich ein Fahrrad aus und erkunden Sie Oslo auf eigene Faust – anhand eines mitgegebenen Routenplans. Mehr Infos auf der Seite des Fahrradverleihs. Kosten: 250 NOK pro Person

Die besten Sehenswürdigkeiten in Oslo

Das Wikingerschiffmuseum (Vikingskipshuset)

Nicht erst seit dem Revival der beliebten Zeichentrickfigur „Wickie“ interessant: Im Wikingerschiffmuseum Oslo sind die am spektakulärsten Wikingerschiffe der Welt zu sehen. Sie stammen aus dem 9. Jahrhundert und wurden in drei großen Häuptlingsgräbern gefunden, denen sie für die letzte Reise ins Totenreich mitgegeben wurden. 

Ebenfalls zu besichtigen sind die Grabgaben von unschätzbarem Wert jener Gräber: kleinere Boote, Schlitten, Wagen, Gerätschaften, Werk- und Zaumzeug, Textilien und Haushaltsgegenstände.

Die Norwegische Oper & Ballett (Den Norske Opera & Ballett)

Urlaub in Oslo

Moderne Architektur der norwegischen Oper

Kühn, elegant und mit Anleihen bei der klassischen Eleganz: so beschrieben Journalisten die neue Oper Norwegens, als diese am 12. April 2008 in Oslo eröffnet wurde. Das Gebäude gilt als eines der spektakulärsten Opernhäuser der Welt, entworfen durch das norwegische Architekturbüro Snøhetta.

Für weitaus mehr Schlagzeilen sorgte – zumindest in Deutschland – zunächst das Kleid, das die Bundeskanzlerin zur Eröffnungsfeier trug: Wegen des durchaus gewagten Dekolletées war das Outfit Angela Merkels tagelang Thema der Boulvardpresse.
Längst ist man natürlich zur Normalität zurückgekehrt, hat sich die Norwegische Oper doch als größte Musik- und Bühnenkunstinstitution des Landes einen Namen gemacht. Ein Besuch lohnt sich nicht nur für „hörende“ Gäste, verfügt das architektonische Ausnahmebauwerk in Bjørvika doch über eine unglaubliche Aussicht auf den Oslofjord.

Vigeland Skulpturen Park

Der Vigelandpark ist eine der größten Attraktionen von Oslo. Ganze zweihundert Skulpturen des Künstlers Gustav Vigeland sind hier ausgestellt. Die Werke aus Granit, Bronze und Eisen sind ein echter Publikumsmagnet. Mehr Informationen zum Vigelandpark erhalten Sie online.

Festung Akershus

Wo ein Königshaus, da auch eine Burg! In Oslo ist ein Besuch der Akershus festning empfehlenswert – und das nicht nur wegen der Wachablösung der königlichen Garde, die täglich um 13.30 Uhr stattfindet!
Errichtet wurde die Burg bereits 1299 durch König Håkon V. Magnusson, ganz außen auf der Landzunge Akersneset. So hatte die mittelalterliche Festung eine starke strategische Lage und widerstand im Laufe der Zeit mancher Belagerung. Unter Christian IV. wurde die Burg modernisiert und als Renaissanceschloss und königliche Residenz gestaltet. Im 18. Jahrhundert begann der Verfall der Festung, erst im Jahre 1899 wurde mit Restaurierungsarbeiten begonnen. 

Im Sommer werden täglich Führungen im Freien angeboten, Start ist das Informationszentrum , in dem auch Ausstellung über die Geschichte der Festung zu sehen sind.

Das Nobel Friedenszentrum

Das Nobels Fredssenter informiert über den Initiator des Preises, Alfred Nobel und natürlich auch über die Gewinner des Friedensnobelpreises und deren Arbeit. Wechselnde Ausstellungen machen das Friedenszentrum zu einem vielseitigen Erlebniszentrum.

Inselhopping im Oslofjorden

Wer in Oslo ist, sollte natürlich auch dem Fjord und den vielen darin liegenden Inseln einen Besuch abstatten. Mit einem normalen Fahrschein für den öffentlichen Transport oder auch mit dem Oslo Pass können alle Fährschiffe benutzt werden, die zwischen Vippetangen, Hovedøya, Lindøya, Nakholmen, Bleikøya, Gressholmen und Langøyene verkehren.

Die Inseln zählen zu den beliebtesten Badeplätzen im Sommer, wobei jede Insel ihre eigene Geschichte und Einmaligkeit hat.

Der Fahrplan:
Route 91: Rådhuset – Bygdøy
Route 92: Vippetangen – Hovedøya – Lindøya vest – Nakholmen
Route 93: Vippetangen – Bleikøya – Gressholmen – Lindøya øst – Hovedøya
Route 94: Vippetangen – Langøyene (nur im Sommer)

Das Ibsen Museum

Norwegens bekannter Dramatiker Henrik Ibsens ist in Oslo, wo er viele Jahre seines Lebens verbrachte, allgegenwärtig. Sein Wohnhaus, gleichzeitig das Ibsen Museum, wurde anlässlich des 100. Todestages wieder vollständig hergerichtet. Ibsen wohnte von 1895 bis zu seinem Tod im Jahre 1906 in dieser Wohnung am heutigen Henrik Ibsens gate 26, zusammen mit seiner Frau Suzannah. Zu sehen sind sein Arbeitszimmer in originaler Einrichtung, sowie originalle Einrichtungsgegenstände seiner Zeit.

Mit dem Oslo Pass können Sie öffentliche Verkehrsmittel gratis benutzen, haben freien Eintritt in Museen und Sehenswürdigkeiten, freies Parken auf öffentlichen Parkplätzen sowie Rabatte auf Stadtrundfahrten, Restaurants und vieles mehr.

Ob sechs Tage Jazz im August, vier Tage Pop und HipHop im Juli oder echter norwegischer Rock im Juni – Oslo ist sehr musikalisch.

Die besten Sehenswürdigkeiten in Oslo

Im Zentrum die großen Warenhäuser wie Steen & Strøm, Paleet oder Aker Brygge, in den Stadtviertelm Frogner, Grünerløkka oder Grønland viele Boutiquen und junge Geschäfte mit einer guten Mischung aus junger Mode, Designartikel, Keramik oder Kunst

Übersichtskarte


Ferienhäuser in Oslo

Titelbild: Oper Oslo

Quelle: lipalu-ferienhaus.de