Wandern in Schweden – Wandern in der Wildnis – gut beschildert!

In ganz Schweden können unzählige ursprüngliche und unberührte Landschaften erkundet werden. Trotz Abenteuerfaktor dürfen Wanderer unbesorgt sein, denn die rund 400 offiziellen Wanderwege sind gut ausgeschildert.

Gibt es einen Hersteller hochwertiger Allwetter- und Wanderkleidung, der nicht aus Schweden kommt? Mit dem Wetter hängt dieser Umstand allerdings nicht zusammen. Denn das schwedische Klima ist mit seinen milden Sommern und trockenen, kalten Wintern kaum schlechter oder besser als jenes anderer nordeuropäischer Länder. Vielmehr liegt die Antwort in der Mentalität der Schweden begründet, die jede freie Minute an der frischen Luft verbringen wollen, unabhängig ob gerade die Sonne scheint oder der Regen prasselt. Da muss sich die Kleidung schlichtweg den Bedürfnissen anpassen. Dass die Schweden ihre Landschaft so lieben, kann jeder, der einem seinen Urlaub in Schweden verbracht hat, gut nachvollziehen: Die Natur ist weitgehend unberührt. Schweden ist spärlich besiedelt, acht von zehn Einwohner leben zudem in einer Stadt. Und das restliche Schweden? Seen, Wälder, Berge und Tundra, 29 Nationalparks und schlichte Wildnis. Rund ein Zehntel der Landesfläche steht unter Naturschutz und mittendrin vereinzelt ein einsames Ferienhaus.

 

Nationalparks

Einen guten Überblick über die schwedischen Nationalparks bietet die Internetseite der Umweltschutzbehörde „Naturvårdsverket“. Auf der Website ist die Beschreibung in englischer Sprache erhältlich, ein Dokument zum Herunter­laden mit Basisinformationen gibt es auch auf deutsch.

Weitwanderwege

Wer sich für die Weitwander­wege interessiert, findet auf der Internetseite des deutschen „Netzwerk Weitwandern“ einen Überblick über einige Routen sowie Ansprechpartner bei weiteren Fragen.

 

Einfach draufloswandern

Für Hobbywanderer herrschen in Schweden paradiesische Verhältnisse. Es ist nahezu unerheblich, wo das gebuchte Ferienhaus in Schweden liegt, denn einer der rund 400 ausgeschilderten Wanderwege ist nicht weit. Und das ist längst nicht alles, denn dank dem Jedermannsrecht ist das Wandern und Trekking überall erlaubt, selbst abseits der Wege, solange es der Natur keinen Schaden zufügt. Wer einfach einen Fuß vor den nächsten setzt, läuft also nie verkehrt.

Eine gute Entscheidungshilfe

Wandern

Foto: Fredrik Broman, imagebank.sweden.se

Wo das Wandern in Schweden am Schönsten ist, hängt von den persönlichen Vorlieben ab. Eine gute Orientierungshilfe bieten die Informationen und Beschreibungen der zahlreichen Nationalparks. Diese Gebiete sind wegen ihrer Einzigartigkeit und besonderen Schönheit geschützt und geben Hinweise, welche Landschaften Naturliebhaber in der Umgebung finden. Wer grünes Flachland bevorzugt ist im Süden gut aufgehoben, wie um den Nationalpark Dalby Söderskog herum. Die üppig-grünen Laubwälder sind besonders im Frühjahr und Sommer eindrucksvoll. Hügeliges Gelände liegt um die Ausläufe des skandinavischen Gebirges herum, beispielsweise bei den Parks Björnlandet im küstennahen Nordschweden und Norra Kvill in Småland. Moosbewachsene Findlinge und dichter Nadelwald bieten dort vielen Tieren, wie Luchsen und Elchen, Zuflucht. Je höher im Gebirge und je nördlicher ein Gebiet liegt, desto karger und extremer wird die Landschaft. Tundren lassen den Blick des Wanderers bis zum Horizont frei schweifen und Berggipfel warten darauf, erklommen zu werden.

Wandern auf uralten Pfaden

Neben geführten Wanderausflügen, über die lokale Touristenbüros gern Auskunft geben, hält Schweden auch eine besondere Herausforderung parat: Zahlreiche Weit-Wanderwege führen teils mehrere Hundert Kilometer durch das Land. An eine solche Herausforderung sollten sich nur geübte Wanderer mit guter Kondition wagen. Die Routen sind zwar in der Regel gut beschildert, aber auch einsam und nur spärlich mit Wegstationen ausgestattet, die Proviant verkaufen. Wer solch ein sportliches Unterfangen plant, sollte sich stets einige Tage Ruhepause in einem komfortablen schwedischen Ferienhaus gönnen, um sich zu erholen und die zahlreichen Eindrücke wirken zu lassen, ehe es zurück in die Zivilisation geht.

Tipps für Wanderlustige

 

Das richtige Schuhwerk

Für einen ausgedehnten Stadtbummel sind sportliche Freizeitschuhe bequem, aber wenn es auf unbefestigten Wegen durch die Natur gehen soll, sind Schuhe mit fester Sohle unverzichtbar. Auch bei kürzeren Touren auf ebenen Schotterstraßen oder trockenen Waldwegen lohnt sich wasserfestes, gut eingelaufenes Schuhwerk um schmerzende Sohlen und Blasenbildung vorzubeugen.

Passende Kleidung

Sowohl atmungsaktiv wie auch regenfest sollte gute Wanderkleidung sein. Im Gebirge und im hohen Norden wird das Wetter wechselhafter und mit der passenden Kleidung hat man eine Sorge weniger. Bei längeren Wanderungen sollte man darauf achten, dass die Kleidungsstücke schnell trocknen – moderne Textilfasern leisten das eher als Baumwolle.

Bequemer Rucksack

Ein kleiner Rucksack sollte auf jeder Wanderung dabei sein. Die beiden Schulterträger belasten den Körper gleichmäßig und verwahren Getränke und (Not-) Proviant, wie Obst, Trockenfrüchte oder Traubenzucker. Auch ein kleines Erste-Hilfe-Set sollte stets mitwandern, ausgestattet mit (Blasen-) Pflastern, Verbandszeug, Desinfektion und Schmerzmittel.


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Titelbild Quelle: Fredrik Broman/imagebank.sweden.se